Auf nach Berlin

Nach einem anstrengenden Unterrichtstag und einer kalten Stunde Wartezeit auf den Fernbus ging sie los - die Reise der fünf Henflingianer auf der Gefühlsachterbahn nach und in Berlin. Sie waren nominiert zur Verleihung des Förderpreises „Verein(t) für gute Schule“für ihr Engagement in der AG „Miteinander-Füreinander“.

 

Im Interview berichteten uns Franz Heusinger, Elena Linser, Tanja Ortlepp, Lara Malsch und

Marlies Voigt über das Erlebte:

Der Seminartag im imposanten Microsoft-Gebäude sollte unsere Weiterarbeit beflügeln und begann mit Workshops für die eingeladenen Vertreter der 33 ausgewählten Initiativen.

 

„Unser Workshop war spannend und hat uns gelehrt, Veranstaltungen zu planen und

durchzuführen.“, erzählt Elena.

Franz ergänzt, dass ihm der gegenseitige Ideenaustausch besonders gefallen habe.

 

Aber auch die beste Idee lässt sich ohne ausreichende Mittel nicht umsetzten. Und darum informierte sich Lara gezielt über Sponsoring und Finanzierung von Hilfsprojekten.

 

„In einem „World-Cafe“ konnten wir uns mit den circa 150 Teilnehmern austauschen und in verschiedene Projekte reinschnuppern.“, berichtet Frau Voigt. „Dabei wurde uns klar, dass die Konkurrenz sehr stark war. Würde es uns wirklich gelingen, einen Preis mit nach Hause zu nehmen?“ Die Spannung stieg.

 

Die eigentliche Preisverleihung am Abend wurde eingeleitet mit einem Vortrag über Kinderrechte, den Franz so kommentierte:

„Ich habe kaum etwas verstanden, weil jede Menge Fremdwörter verwendet wurden, die ich noch nie gehört habe. Außerdem war ich viel zu aufregt.“ Und das ging allen so.

 

Endlich – nach neun Stunden war es so weit: „Ein erstes Projekt wurde zur Auszeichnung nach vorne gerufen, aber nicht wir. Die nächsten durften auf die Bühne und einen Preis in Empfang nehmen – wieder nicht unsere AG.“ Elena drehte unser Logo in den Händen wieder zusammen. „Unsere Stimmung war auf dem Tiefpunkt ... . Nur noch ein Preis kam für

uns in Frage. Aber durften wir darauf noch hoffen?“

„Da hörten wir die Moderatorin: Unter hilfreicher Begleitung einer Religionslehrerin unterstützen Schüler ganz unterschiedlicher Altersgruppen... – jetzt wussten wir: Das gilt uns! Wie im Rausch, mit Freudentränen in den Augen, gingen wir zur Bühne. Unglaublich“, begeistert sich Lara. „Wir haben den Förderpreis! 5000 € für unsere Arbeit mit den Asylanten und dem Auftrag, gemeinsam mit allen AG-Mitgliedern gut zu überlegen, wie wir dieses Geld nachhaltig zu Gunsten der Flüchtlingsfamilien einsetzten können.“

Unsere Laudatorin, Rosa Maria Haschke, Vorsitzende des Thüringer Landesverbandes der Schulfördervereine e. V., stellte noch einige Fragen zur Initiative der Henflingianer und zu Franz’ kürzlichem Ausflug in die Politik beim Treffen u. a. mit einem Europaabgeordneten.

 

Lara erzählte, wie mit dem Hausmeistergehilfen des Gymnasiums, Huso, und ein paar dummen Sprüchen gegen Ausländer im Frühling alles begann. Elena informierte über die Sprachpatenschaften und Franz eroberte die Herzen der Zuhörer mit seiner Einschätzung:

 

„Wenn ein Europapolitiker sich dafür interessiert, was wir hier im Kleinen machen, dann können wir wirklich auch Großes erreichen.“ „Dem kann ich nichts hinzusetzten, außer dass ich ganz sehr stolz bin auf euch und alle AG-Mitglieder.“, freute sich Frau Voigt.